Donnerstag, 23. November 2017

Cassandra Clare - Lord of Shadows


♥♥♥♥ 

Der Oberste Hexenmeister von Los Angeles ist besiegt, doch im Institut kehrt keine Ruhe ein. Dämonen kriechen aus dem Meer, konservative Nephilim drängen auf schärfere Gesetze und im Feenreich geht etwas Böses vor sich – aber Emmas und Julians Liebe füreinander birgt noch größere Gefahren. Und dann ist da noch Annabel ...

Nachdem uns der erste Teil sehr gut gefallen hat, die Lektüre aber schon über ein Jahr her ist, hat uns zu Beginn vor allem eines geärgert: der fehlende Rückblick. Natürlich gibt es Hinweise auf den Inhalt des ersten Buches, aber für uns war das zu wenig. Zwischenzeitlich haben wir das Buch sogar beiseite gelegt und den erste Teil nochmal begonnen, um die Erinnerung aufzufrischen, was einfrach frustrierend war. Eine Seite, nur ein paar Sätze als Reminder an das Ende von Teil 1, das hätte uns schon sehr glücklich gemacht. So begann das Lesen vor allem mit "Was genau war da nochmal?"-Gedanken. Deshalb hat es auch sehr lange gedauert, bis wir in die Geschichte eintauchen konnten. 
Dann jedoch waren wir wieder gefangen – von der Handlung, aber mehr noch von den Figuren selbst. Wie bereits in der "Chroniken der Unterwelt"-Reihe zu merken war, beschäftigt sich Cassandra Clare mit sehr aktuellen Themen: Liebe zwischen verschiedenen Geschlechtern und Kulturen, Umgang mit psychischen Besonderheiten und allgemein der Andersartigkeit. Dies überträgt sie elegant in ihre fantastische Welt, die grade durch die kritischen Augen des Neu-Schattenjägers Kit immer wieder Berührungspunkte mit der realen Welt bekommt. Nicht alle diese Geschichten sind total unerwartet, aber in jedem Falle interessant. Es klingt seltsam, aber tatsächlich tritt die Handlung hinter all den verschiedenen Beziehungen, Problemen und sorgsam ausgearbeiteten Charakteren etwas zurück. 
Nach dem ersten Teil hatten wir uns ein bisschen mehr von den Blackthorn-Geschwistern gewünscht. Das wird in diesem Teil nun voll erfüllt: Wir lernen sie alle wirklich gut kennen und lieben. Zusammen mit den neuen und alten Freunden und Feinden der Familie ergibt sich eine komplexe und umfassende Welt. 
Zum Schluss noch eine Warnung: Der erste Teil hatte so etwas wie ein abgeschlossenes Ende. Das ist hier anders. Das Ende ist nicht einfach nur ein Cliffhanger, sondern eher wie ein plötzlicher Stromausfall beim Filmgucken, wenn Voldemort grade Avada Kedavra brüllt. Danke, Cassandra Clare, echt jetzt. Der nächste Teil ist auf Englisch angekündigt für Herbst/Winter 2018, wir hoffen ja insgeheim noch, dass es alles schneller gehen wird, denn wir wollen wirklich gerne sofort wissen, wie das denn nun alles endet?!  

Der zweite Teil der Dunkle-Mächte-Reihe besticht vor allem durch seine Charaktere. Neben Emma und Julian kommen auch alle anderen nicht zu kurz, sodass wir gar nicht aufzählen können, wen wir alles in unser Herz geschlossen haben. Der Anschluss an die Handlung des ersten Teils fiel uns sehr schwer, was vielleicht mit ein Grund ist, weshalb die Story dieses Teils uns nicht zu hundert Prozent überzeugen konnte. Nichtsdestotrotz sind wir gespannt, wie es mit der Welt der Schattenjäger weitergeht und geben Lord of Shadows 3 1/2 von 5 Herzen.  

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