6. März 2019

Der Verräter von Paul Beatty (abgebrochen)

♥♥ ♡ ♡ ♡


(Ausnahmsweise ein Klappentext:)

"Dickens, ein Vorort von Los Angeles, ist der Schandfleck der amerikanischen Westküste: verarmt, verroht, verloren. Zugleich ist es der ganze Stolz seiner schwarzen Einwohner, eine Bastion gegen die weiße Vorherrschaft. Hier zieht der Erzähler von "Der Verräter" friedlich Wassermelonen und Marihuana. Doch als sein bürgerrechtsbewegter Vater durch Polizeigewalt stirbt und die Gentrifizierung den gesamten Vorort auszuradieren droht, wird er unversehens zum Anführer einer neuen Bewegung: Mit seinem Kompagnon Hominy, alternder Leinwandheld aus "Die kleinen Strolche", führt er Sklaverei und Rassentrennung wieder ein ..."

Eins gleich vorneweg: Diese Rezension behandelt nicht den ganzen Roman, denn obwohl das Buch seit geraumer Zeit auf unserem Reader wartet, sind wir einfach nicht über das erste Drittel hinausgekommen. Deshalb haben wir ausnahmsweise auch den Klappentext als Teaser verwendet – denn so weit, wie es der Klappentext beschreibt, sind wir gar nicht gekommen.
Das ist auch das Hauptproblem, was wir mit dem Buch hatten: Es ist langwierig. Bis wirklich etwas passiert, vergehen viele Seiten.
Der (beim eBook) gut 20 Seiten lange Prolog wirft einen mitten in einen Gerichtssaal. Hier schon lässt sich erkennen, in welcher Weise dieses Buch erzählt wird: umfangreich, detailreich, wortreich. Das kann eine Geschichte besonders machen – oder aber anstrengend werden. Für uns trat leider letzteres ein. Die "umständliche" Erzählweise nahm uns leider die Neugierde, zum eigentlichen Kern der Geschichte zu kommen. Alles, was auf den ersten 100 Seiten geschieht, ist sicher interessant, um den Hintergrund zu verstehen, die Sprache zu erfassen und all dies. Aber nach dem Klappentext warteten wir darauf, dass es endlich losgeht, und hätten dafür gerne ein paar Parts über den Vater des Erzählers oder seine Kindheit – so verrückt diese auch war – übersprungen.
Grade der Schreibstil machte es uns hier schwer, eine Verbindung zum Hauptcharakter herzustellen, da er selbst eine ironisch-distanzierte Sprache hat. Das allein ist kein Problem, aber so ganz ohne jedes emotionale Moment war es schwer, in dem langsamen Erzähltempo mitzuschlendern und konzentriert dabei zu bleiben.
Die Idee für die Story an sich hat uns jedoch sehr interessiert. Wir sind eigentlich sicher (oder hoffen zumindest), dass das Buch richtig gut ist – wenn man denn lange genug durchhält. Wir haben es zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht geschafft. Vielleicht müssen da noch ein paar Jahre ins Land gehen – hin und wieder ist es einfach nicht der richtige (Lese-)Zeitpunkt für ein Buch ...

Unser Fazit: Leider mussten wir dieses Buch abbrechen, weil es einfach nicht voranging und der langatmige Erzählstil uns so gar nicht lag. Wir hoffen aber, das Buch irgendwann zu Ende zu lesen, da wir gerne wissen wollen, wie der Autor seine Idee umsetzt, und vergeben 2 Herzen für die Idee und den Tiefgang, den wir miterleben konnten.

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