Montag, 21. September 2015

Landsby von Christine Millman



♡♡♡♡
Christine Millman
Landsby
330 Seiten
CreateSpace Independent Publishing Platform




Nachdem die Menschheit durch einen Virus fast vernichtet wurde, wohnen die Überlebenden nach strengen Regeln zusammen in einer Kolonie. Die achtzehnjährige Jule gehört zu den wenigen Frauen, die Kinder gebären können und soll am Reproduktionsprogramm teilnehmen. Dort entdeckt sie schreckliche Geheimnisse und flieht in die Außenwelt, in der es von Gefahren und Mutanten wimmelt. Nun muss sich zeigen, ob sie die Zukunft von Mutanten und Koloniebewohnern ändern kann....
Vorweg gesagt: Landsby war für uns eine der größten Enttäuschungen, die wir in diesem Jahr gelesen haben. Obwohl wir schon einige tolle Self-Publishing-Bücher gelesen haben, hätten wir uns in diesem Fall doch ein vernünftiges Lektorat gewünscht.
Landsby wartet mit einer eigenwilligen Rechtschreibung auf, die einem sehr schnell jeden Spaß am Lesen nimmt. Die Handlung läuft vor sich hin, ohne dass wir irgendeine emotionale Nähe zu den Figuren aufbauen konnten. Die wenigen Charakterentwicklungen bleiben unerklärt und somit nicht nachvollziehbar, insgesamt fehlt den Figuren und der Handlung die Tiefe, die für ein Eintauchen und Mitfühlen nötig wäre. Die vielen Momente, in denen eigentlich Spannung aufkommen sollte, bleiben durch den monotonen Schreibstil langweilig. Durch den fehlenden Spannungsbogen blieb unser Interesse am Geschehen das ganze Buch über konstant niedrig. Auch die zarte Liebesgeschichte konnte hier nichts mehr retten. Zu guter Letzt wird es gegen Ende so unlogisch, dass wir uns über die verschwendete Lesezeit geärgert haben.

Landsby bekommt von uns 1 von 5 Herzen - für eine Idee, aus der viel hätte werden können. Wir haben das Buch nur aus dem Grund nicht abgebrochen, weil wir wegen der vielen positiven Rezensionen schauen wollten, ob es noch besser wird. Den zweiten Teil, der mittlerweile erschienen ist, werden wir sicher nicht lesen.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen