Mittwoch, 27. April 2016

Der Rithmatist von Brandon Sanderson

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Der Rithmatist


Joel ist ein ganz normaler Schüler der Armedius-Akademie. Sein sehnlichster Wunsch ist es, ein Rithmatist zu sein. Ein Magier, der Kreidefiguren zum Leben erwecken kann, doch er beherrscht keine Magie. Als jemand beginnt die Schüler der Rithmatik zu entführen, suchen Joel, seine Freundin Melody und der Rithmatikprofessor Fitch zusammen nach dem Entführer und kommen dabei einer Verschwörung auf die Spur...


Die Geschichte spielt in einer Welt, die durch die Entdeckung der Rithmatik geprägt wurde. Durch den Schreibstil von Brandon Sanderson konnten wir uns sowohl die Schule, als auch die einzelnen Charaktere bildlich vorstellen und hatten das Gefühl selbst in dem unordentlichen Büro von Professor Fitsch zu stehen. Man lernt im Laufe der Erzählung sehr viel über die fiktive Kunst der Rithmatik. Um das Verständnis der beschriebenen Zeichnungen zu erleichtern, finden sich im Buch zahlreiche beschriftete Abbildungen und Erklärungen. Eine Idee, die uns definitiv gefallen hat, dennoch war es am Anfang schwierig sich vorzustellen, dass zweidimensionale Zeichnungen lebendig und auch gefährlich werden können.
Mit Joel konnten wir sofort warm werden. Er weiß sehr viel und ist begeistert von der Rithmatik, seine Sehnsucht danach auch ein Rithmatist zu werden lässt sich gut nachvollziehen und auch sein jugendliches Verhalten wirkt realistisch. Auch Melody und Professor Fitch waren uns sympathisch.
Leider rückte durch die Fülle an Informationen über die Rithmatik die Geschichte an sich oft in den Hintergrund. Dadurch war die Handlung im Mittelteil leider weniger spannend, als erwartet, die Theorie überdeckte die Praxis. Durch den Klappentext und die Begeisterung anderer Blogger haben wir hier noch etwas mehr Spannung erwartet. Ein wirklicher Lichtblick war das Ende. Die letzten 100 Seiten waren spannend, unerwartet und fesselnd. Nachdem uns vorher die Spannung etwas gefehlt hatte, konnten wir hier gar nicht mehr aufhören zu lesen und mitzufiebern.

Insgesamt kann Der Rithmatist mit einer ganz eigenen Welt und Magie, sympathischen Protagonisten, einem angenehmen Schreibstil und einer interessanten Idee punkten, allerdings fehlte uns teilweise der Spannungsbogen, der in zu viel theoretischem Wissen über rithmatische Zeichnungen unterging. Der letzte Teil des Buches war jedoch so spannend, dass er das vorher etwas zu langsame Geschehen definitiv aufgewogen hat. Deshalb erhält Der Rithmatist von uns 4 von 5 Herzen.



Das Buch erfüllt Aufgabe 42 in Daggis Buch-Challenge: Ein Buch mit Bildern / Illustrationen und ist das dritte Buch der Random House Challenge.

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