29. März 2017

Unsterblich 2 - Tor der Nacht von Julie Kagawa


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Nachdem Allie, Zeke und die anderen Menschen es bis nach Eden geschafft haben, heißt es Abschied nehmen. Nun ist Allie auf der Suche nach Kanin, der sie einst erschaffen hat und der in tödlicher Gefahr zu schweben scheint. Doch das ist nicht alles: Eine neue Seuche droht auszubrechen – und diesmal sind Vampire nicht immun dagegen...

Wer hier funkelnde Vampire und romantische Liebesschwüre erwartet, sollte sich besser warm anziehen. Allison Sekemoto, ehemals Straßenkind, metzelt sich mit ihrem Katana den Weg durch die verseuchte Welt. Auf der Suche nach ihrem Schöpfer Kanin begegnet sie alten und neuen Freunden und Feinden. 
Nachdem sich der erste Teil (zur Rezension gehts hier) für uns ein wenig zu sehr mit Zickereien beschäftigt hat, geht es nun zur Sache. Vampire, wohin das Auge blickt. Wie gehofft, erfahren wir mehr über die Vampire an sich und lernen auch einige ganz spezielle Kandidaten näher kennen. Kagawas Schreibstil ist gewohnt flüssig, die Handlung durchgehend stark und die Idee begeistert uns nach wie vor. Allerdings hätten wir uns ein paar erläuternde bzw. erinnernde Worte gewünscht. Wir können uns nämlich nicht mehr an alles aus Teil 1 erinnern, und so ein paar Details, die durchaus essenziell sind, fehlen uns einfach. Solche Fakten hätten gut nebenbei eingestreut werden oder innen (beim Hardcover auf dem Schutzumschlag) vermerkt werden können – stattdessen stehen dort einige Dinge, die man nicht vorher lesen sollte, also Finger weg. Ebenso nicht ganz so gut gefallen hat uns die Sprache von Allie im Buch. Kagawas Stil ist wie gesagt leicht zu lesen und zieht einen schnell mit, aber Allies Ausdrucksweise hat uns einen kleinen Dämpfer verpasst.
Von diesen Kleinigkeiten abgesehen ist Teil 2 der Unsterblich-Trilogie wirklich sehr gut geworden. Grade der Mittelteil lässt bei anderen Reihen häufig zu wünschen übrig, bringt die Story nicht voran oder fühlt sich nur nach erzwungener Finalvorbereitung an. Nicht so hier: Die Geschichte ist spannend und macht Lust auf mehr, hat durchaus ihre komischen Seiten und präsentiert Vampire mal wieder als die fiesen Monster, die wir alle kennen (und lieben). Die Figuren wachsen einem ans Herz und schaffen es immer wieder, einen zu überraschen lediglich die letzten Sätze waren vorhersehbar, funktionieren aber trotzdem als grade so annehmbarer Cliffhanger, der uns den letzten Teil mit Spannung erwarten lässt.

Unser Fazit: Noch düsterer, noch blutiger und noch spannender als der Anfang  ein wirklich toller zweiter Teil mit wenigen Schwächen und einem durchgehend hohen Spannungsniveau. Wir hoffen, im dritten Teil vielleicht wieder nach Eden zurückzukehren und sind gespannt auf das große Finale. Unsterblich - Tor der Nacht bekommt von uns 4 von 5 Herzen.

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