Sonntag, 3. Januar 2016

Ich fürchte mich nicht von Tahereh Mafi



♥ ♥ ♥ ♥ 
Tahereh Mafi
Ich fürchte mich nicht
320 Seiten
Goldmann Verlag








Ihr ganzes Leben lang hat die siebzehnjährige Juliette die Menschen gemieden, weil ihre Berührungen Schmerzen und Tod bringen. Nun ist sie seit Monaten in einer unmenschlichen Anstalt eingesperrt, denn das Regime der zerstörten Welt fürchtet ihre Gabe. Bis eines Tages Adam in ihre Zelle kommt, der Junge, der ihr seltsam bekannt vorkommt. Und im Gegensatz zu allen anderen hat er keine Angst vor ihr... 


Erzählt wird Ich fürchte mich nicht aus der Perspektive von Juliette. Der Schreibstil ist außergewöhnlich und zu Beginn des Buches sehr gewöhnungsbedürftig. Die Autorin arbeitet mit einer besonderen Bildhaftigkeit, die auf der einen Seite aus sehr abstrakten Beschreibungen, auf der anderen Seite aus der Eins-zu-Eins-Übertragung von Gedankengängen in die geschriebene Sprache besteht. Dazu kommen noch Wortwiederholungen und auch durchgestrichenen Satzteile, die Juliettes Überlegungen widerspiegeln. Der Einstieg fiel uns etwas schwer, doch nach den ersten 20 Seiten haben wir uns daran gewöhnt und konnten uns auf die daraus entstehende Emotionalität der Geschichte einlassen. Danach erwartete uns eine Geschichte, die voller Spannung, unerwarteter Wendungen und einem Wechsel der Gefühle war. Auch Juliette entwickelt sich im Laufe der Handlung weiter, man beginnt sie zu verstehen und mit ihr zu fühlen. Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz, denn schließlich gibt es da noch Adam, hier soll allerdings nicht zu viel verraten werden...

Trotz einiger Schönheitsfehler ist Ich fürchte mich nicht eine ganz besondere Dystopie, die auf jeden Fall empfehlenswert ist und von deren Schreibstil man sich nicht abschrecken lassen sollte. Lässt man sich darauf ein, erwartet einen ein Buch, das bis zur letzten Seite lesenswert ist. Wir geben Ich fürchte mich nicht 5 von 5 Herzen und freuen uns auf die beiden Folgebände der Trilogie.

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